BECOME:VISIBLE!

Pro Quote Bühne lädt zur Veranstaltungsreihe BE:COME VISIBLE in den Roten Salon der Volksbühne ein. Themen sind unter anderem Geschlechtergerechtigkeit und Diversität in der Kultur- und Medienlandschaft, Frauen*feindlichkeit und misogyne Frauen*bilder.

Hier findet ihr Infos und Termine .

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Offener Brief an die staatlich finanzierten Förderanstalten

Gesellschaftspolitisch wegweisende Fördermodelle, jetzt!

Die Studie „Frauen und Männer im Kulturmarkt“ von 2020 zeigt: Bereits vor der Corona-Pandemie bestand ein alarmierender Unterschied in Bezug auf das Einkommen von Künstlerinnen* aller Sparten im Vergleich zu ihren männlichen* Kollegen. 
Auch der Zugang zu individueller und projektbezogener Förderung ist nicht geschlechtergerecht. Dies gilt gleichermaßen für Arbeits- oder Aufenthaltsstipendien, dotierte Preise und Auszeichnungen, sowie die Verwirklichung von Projekten durch finanzielle Zuschüsse. 
 
Obwohl laut Artikel 3, Absatz 2 unseres Grundgesetzes der Staat "die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern“ fördern und "auf die Beseitigung bestehender Nachteile“ hinwirken soll, wird diese drastische Schieflage noch immer mit staatlichen Geldern aufrechterhalten. 
Die Corona-Pandemie hat die Situation nun nochmals verschärft. Laut Global Gender Gap Report“ des Weltwirtschaftsforums (WEF) wurde die Gleichstellung der Geschlechter um 40 Jahre zurückgeworfen. Wenn sich jetzt nichts ändert, werden nicht einmal unsere Enkelinnen eine gleichberechtigte Gesellschaft erleben.
 
Nach wie vor wird Care-Takern in der Kunst- und Medienbranche der Wiedereinstieg in den Beruf durch die Förderkriterien oftmals unmöglich gemacht. Nach häufig hervorragenden Studienleistungen und einem vielversprechenden Start ins Berufsleben verschwinden viele Künstlerinnen*, sobald sie Mutter geworden sind, für immer von der Bildfläche. 
 
Es muss nun dringend gehandelt werden, um den Gender Show Gap, den Gender Pay Gap und die Altersarmut unter Künstlerinnen* endlich aus der Welt zu schaffen!
 
Ein großes Bündnis aus 13 Vereinen und Initiativen hat sich spartenübergreifend zusammengeschlossen, um eine geschlechtergerechte Verteilung der staatlichen Gelder in Kunst und Medien zu fordern, sowie Eltern und Care-Takern den Wiedereinstig in den Beruf zu ermöglichen. 
 
Mach jetzt mit, lade dir den Brief herunter und schicke ihn an die Förderanstalten deiner Wahl! >>
Das Bild zeigt die Logos von Pro Quote Bühne, YAYA, Pro Quote Film, Writing with CARE/RAGE, theater autor*innen netzwerk, dramaturgie netzwerk, kunst+kind, faire share, k&k, frauenmuseum berlin
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"Vielleicht sind Grenzüberschreitungen in kreativen Berufen häufiger"

Unsere Erwiderung zum SPIEGEL-Artikel vom 09. April 2021.

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Erwiderung INTERVIEW SPIEGEL 21.4.21.pdf
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Die Frauen des Pro-Quote-Vorstands haben sich draußen zu einem Gruppenfoto zusammen gefunden.
Foto: Uwe Hauth

Presseschau:

HUNDERTE BÜHNEN- UND FILMSCHAFFENDE KRITISIEREN AUSSAGEN DER VERTEIDIGUNG

 "(...) In einem offenen Brief kritisiert die Initiative Pro Quote Bühne die Äußerungen der Verteidiger nun als beleidigend und spricht von »Vergewaltigungsmythen aus der Mottenkiste«. 535 Personen unterzeichneten den Brief (...)". 21.4.2021, SPIEGEL Online


WEDEL: LÜGT DA WIEDER EINE FRAU?

"(...) Zum ersten Mal wird damit die gängige Strategie der Verteidiger von Männern, die der Sexualgewalt angeklagt sind, das mutmaßliche Opfer unglaubwürdig zu machen, nicht schulterzuckend hingenommen, sondern öffentlich gegengehalten. (...) Deshalb haben fünf Mitglieder der Initiative „Pro Quote Bühne“ eine „Öffentliche Erwiderung“ verfasst. Sie wurde bisher von über 500 Theater- und Filmschaffenden unterzeichnet (...)".

Chantal Louis, 21.4.2021, EMMA

DIETER WEDEL: HUNDERTE FILMSCHAFFENDE KRITISIEREN SEINE ANWÄLTE

"(...) 535 Schauspiel- und Bühnenschaffende, darunter die Komödiantin Carolin Kebekus, die Schauspielerin Maren Kroymann und Regisseur Tom Lass, unterzeichneten einen offenen Brief der Organisation „Pro Quote Bühne (...)". 

Alisha Mendgen, 22.4.2021, Redaktionsnetzwerk Deutschland


VERGEWALTIGUNGSMYTHEN UND DIETER WEDEL

"(...) Dies erweckte zu Recht den Zorn des Blogs „Pro Quote Bühne“ (treffendes Zitat auf der Website: „Feminismus ist die radikale Ansicht, dass Frauen Menschen sind“) und resultierte in einem sehr gut formulierten offenen Brief, der schon von zahllosen namhaften Menschen aus der Branche unterschrieben wurde. „Das Betreten eines Zimmers ist keine Einwilligung in sexuelle Handlungen“ ist nur einer der vielen guten Sätze dieses Briefes (...)"

Moritz Eggert, 24.4.2021, Bad Blog of Musik 

 



Abgesetzt?

Ein Aufruf das Schweigen zu brechen.

Liebe Kolleg*innen,

es kommt leider immer wieder vor, dass eine Inszenierung vor der Premiere durch die Leitung übernommen oder abgesetzt wird. Natürlich geht niemand damit gerne hausieren, doch wir wissen inzwischen, dass die Intendant:innen der Häuser einen regen Austausch miteinander pflegen. Dieser Austausch bezieht sich auf Gagenhöhen aber auch darauf, ob man den Erwartungen entspricht oder nicht. 

 

Wir wollen einen Austausch der Künstler:innen anregen und Informationen sammeln über den Umgang der Häuser mit Regisseur:innen.

 

Wenn euch also Ähnliches widerfahren ist, sprecht uns an oder schreibt uns an kontakt@proquote-buehne.de . Wir wollen darüber reden, darüber schreiben, darüber berichten. Ihr seid keine Einzelfälle. Ihr seid nicht allein! Wir werden eure Geschichten anonymisieren, wenn ihr das wünscht. 

In diesem Zusammenhang wollen wir einen öffentlichen Diskurs darüber initiieren, wer über die Qualität einer Inszenierung entscheiden darf.  Wir regen dazu an, Inszenierungen  als Kunstwerke zu betrachten, die keiner  "Zensur" einer Leitung bedürfen. Das würde, unserer Meinung nach, die Definition von  Kunstfreiheit, die Arbeitsbedingungen und das Machtgefüge an den Theatern auf jeden Fall maßgeblich verändern.    

 

 


Gut zu wissen: GENDER GAPS



AUFRUF AN DIE THEATER:

Jetzt werden die Spielpläne gemacht, jetzt könnt ihr die paritätische Besetzung der Regiepositionen verwirklichen!  Für die tatsächliche Gleichberechtigung an unseren Theatern rufen wir alle subventionierten Theater Deutschlands um Unterstützung und zur Kommunikation über den IST-Zustand – der Geschlechterverteilung auf künstlerischen Positionen und deren Bezahlung – auf.
Kontaktiert uns! Kommt mit uns ins Gespräch!

kontakt@proquote-buehne.de


 

AUFRUF AN DIE REGISSEURINNEN:

Liebe Regisseur*innen,
wir bieten auf unserer Website eine Plattform, bei der Ihr mit Namen und Link (zu Eurer Website, falls vorhanden) sichtbar werdet! Die Spielpläne werden jetzt gemacht.
Schreibt uns! Lasst uns zeigen, dass wir wollen und dass wir viele sind!
kontakt@proquote-buehne.de

 


Pro Quote Bühne e.V.

Husemannstraße 33

10435 Berlin

 

kontakt@proquote-buehne.de

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