"Vielleicht sind Grenzüberschreitungen in kreativen Berufen häufiger"

Unsere Erwiderung zum SPIEGEL-Artikel vom 09. April 2021.

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Erwiderung INTERVIEW SPIEGEL 21.4.21.pdf
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Die Frauen des Pro-Quote-Vorstands haben sich draußen zu einem Gruppenfoto zusammen gefunden.
Foto: Uwe Hauth

Presseschau:

HUNDERTE BÜHNEN- UND FILMSCHAFFENDE KRITISIEREN AUSSAGEN DER VERTEIDIGUNG

21.4.2021, SPIEGEL Online

"(...) In einem offenen Brief kritisiert die Initiative Pro Quote Bühne die Äußerungen der Verteidiger nun als beleidigend und spricht von »Vergewaltigungsmythen aus der Mottenkiste«. 535 Personen unterzeichneten den Brief (...)".

WEDEL: LÜGT DA WIEDER EINE FRAU? 

Chantal Louis, 21.4.2021, EMMA

"(...) Zum ersten Mal wird damit die gängige Strategie der Verteidiger von Männern, die der Sexualgewalt angeklagt sind, das mutmaßliche Opfer unglaubwürdig zu machen, nicht schulterzuckend hingenommen, sondern öffentlich gegengehalten. (...) Deshalb haben fünf Mitglieder der Initiative „Pro Quote Bühne“ eine „Öffentliche Erwiderung“ verfasst. Sie wurde bisher von über 500 Theater- und Filmschaffenden unterzeichnet,  darunter die Comedian Carolin Kebekus, die Schauspielerinnen Jasmin Tabatabai, Claudia Michelsen, Bibiana Beglau und Laura Tonke; und die Regisseurinnen Connie Walther und Isabel Kleefeld. Auch viele Männer sind dabei, zum Beispiel die Schauspieler Peter Lohmeyer und Johann von Bülow oder Regisseur Simon Verhoeven (der Sohn von Senta Berger) (...)".

Alisha Mendgen, 22.4.2021, Redaktionsnetzwerk Deutschland

"(...) 535 Schauspiel- und Bühnenschaffende, darunter die Komödiantin Carolin Kebekus, die Schauspielerin Maren Kroymann und Regisseur Tom Lass, unterzeichneten einen offenen Brief der Organisation „Pro Quote Bühne“ (...)".

Moritz Eggert, 24.4.2021, Bad Blog of Musik 

"(...) Dies erweckte zu Recht den Zorn des Blogs „Pro Quote Bühne“ (treffendes Zitat auf der Website: „Feminismus ist die radikale Ansicht, dass Frauen Menschen sind“) und resultierte in einem sehr gut formulierten offenen Brief, der schon von zahllosen namhaften Menschen aus der Branche unterschrieben wurde. „Das Betreten eines Zimmers ist keine Einwilligung in sexuelle Handlungen“ ist nur einer der vielen guten Sätze dieses Briefes (...)"



 

Aufruf das Schweigen zu brechen!

 

Liebe Kolleg*innen, es kommt leider immer wieder vor, dass eine Inszenierung vor der Premiere durch die Leitung übernommen oder abgesetzt wird. Natürlich geht niemand damit gerne hausieren, doch wir wissen inzwischen, dass die Intendant*innen der Häuser einen regen Austausch miteinander pflegen. Dieser Austausch bezieht sich auf Gagenhöhen aber auch darauf, ob man den Erwartungen entspricht oder nicht. 

 

Wir wollen einen Austausch der Künstler*innen anregen und Informationen sammeln über den Umgang der Häuser mit Regisseur*innen.

 

Wenn euch also Ähnliches widerfahren ist, sprecht uns an oder schreibt uns an kontakt@proquote-buehne.de. Wir wollen darüber reden, darüber schreiben, darüber berichten. Ihr seid keine Einzelfälle. Ihr seid nicht allein! Wir werden eure Geschichten anonymisieren, wenn ihr das wünscht. 

 

In diesem Zusammenhang wollen wir einen öffentlichen Diskurs darüber initiieren, wer über die Qualität einer Inszenierung entscheiden darf.  Wir regen dazu an, Inszenierungen  als Kunstwerke zu betrachten, die keiner  "Zensur" einer Leitung bedürfen. Das würde, unserer Meinung nach, die Definition von  Kunstfreiheit, die Arbeitsbedingungen und das Machtgefüge an den Theatern auf jeden Fall maßgeblich verändern.    

 

 


 

 

Anlässlich des geplanten Auftrittes von Placido Domingo am 16.1.20 und 19.1.20 an der deutschen Staatsoper Berlin schrieb Pro Quote Bühne folgenden offenen Brief an den Bürgermeister von Berlin, den Kultursenator von Berlin und an den Intendanten der deutschen Staatsoper Berlin. Dieses Schreiben ging auch an die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, an die Bundesministerin des BMFSFJ, die Fraktionen und Sprecher*innen für Kultur von SPD, Grünen, Linken, CDU und FDP, die leitenden Feuilleton-Redakteur*innen von Arte Journal, Tagesspiegel, Berliner Zeitung, taz, Berliner Morgenpost , die Intendanz des RBB und an die DPA. 

 

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Offenen Brief an den Bürgermeister von Berlin, den Kultursenator und den Intendanten der Deutschen Staatsoper.
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Am 16.12.2019 feierte PQB im tak - Theater Aufbau Kreuzberg seine Jahresversammlung. Beim Kaffee, Tee und Kürbissuppe schauten wir zurück auf 2 Jahre Pro Quote Bühne, feierten unsere Erfolge in der Theaterwelt und  verabschiedeten unser Gründungsmitglied Amina Gusner aus dem Vorstand. Wir danken für das Engagement im Vorstand und freuen uns, dass sie uns als Mitglied weiterhin zur Seite steht. Neu im Vorstand wurde die Regisseurin Helena Kontoudakis gewählt.


Rückblick: Rede unserer Vorsitzenden bei der 3. Bundesweiten Ensemble Versammlung in Bochum. Initiiert und eingeladen vom Ensemble Netzwerk vom 4.-6.5.2018


BREAKING NEWS:

 

„Die Jury des Theatertreffens verpflichtet sich, für die Festivalausgaben 2020 und 2021 bei der Auswahl der 10 bemerkenswertesten Inszenierungen eine Frauenquote von mindestens 50 Prozent in der Regieposition umzusetzen. Regiekollektive, die sich mehrheitlich aus Frauen zusammensetzen, werden in die 50 Prozent der Frauen einbezogen.“

 

Wir von Pro Quote Bühne begrüßen diesen Schritt! Bravo! Es ist Zeit, dass die Theaterhäuser nachziehen!

 

 

Die Leiterin des Theatertreffens, Yvonne Büdenhölzer, schrieb heute an Pro Quote Bühne:

 

„Ich denke schon lange über die Einführung einer Quote nach. Mit mindestens 50% Frauen in den Regiepositionen möchte ich auf das drastische Missverhältnis zwischen Regisseurinnen und Regisseuren in der 10er Auswahl des Theatertreffens seit 1964 reagieren. Mit etwa 70% aller Inszenierungen dominieren  immer noch männliche Regisseure die deutschsprachige Theaterlandschaft*, das entspricht auch dem derzeitigen Geschlechterverhältnis von Regiepositionen in der 10er Auswahl des Theatertreffens 2019. Es wäre zu einfach, die Verantwortung für Veränderung in Fragen von Geschlechtergleichheit im Theater auf andere Institutionen oder Player abzuwälzen und zu warten, dass sich etwas bewegt. Reine Absichtserklärungen reichen da nicht mehr aus. Die Quote ist für mich mehr als eine Geste für Geschlechtergerechtigkeit, sie ist ein Werkzeug für einen generellen Strukturwandel.“

 

* Die Zahl bezieht sich auf die von Kulturstaatsministerin Monika Grütters beauftragten Studie „Frauen in Kultur und Medien“. https://www.kulturrat.de/publikationen/frauen-in-kultur-und-medien/

 

 


Pro Quote Bühne bei der Parade des Ensemble Netzwerks am 6.5.2018 in Bochum


Am Dienstag, den 12. März, um 16 Uhr laden wir euch zum Pro Quote Bühne Salon ein, im tak - Theater Aufbau Kreuzberg. Wir informieren was bisher geschah, was geplant ist und freuen uns über Austausch und Vernetzung!


Unsere Vorstandsvorsitzende Angelika Zacek im Interview mit welt über die Quote gegen Missbrauch an deutschen Bühnen und mit swp über Sexismus am Theater:

 

https://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article173442229/Geschlechterdebatte-Eine-Quote-gegen-Missbrauch-an-deutschen-Buehnen.html

https://www.swp.de/unterhaltung/kultur/ueber-sexismus-am-theater-_-ein-interview-mit-angelika-zacek-24530964.html


"100 Jahre Frauenwahlrecht, 1 Jahr Pro Quote Bühne" in den Sophiensaelen am 15.12.2018

Wir haben einen Blick auf 100 Jahre politischen und gesellschaftlichen Wandel zurückgeworfen. Die Gastgeberin Franziska Werner, unsere Vorstandsvorsitzende Angelika Zacek und Frau Dr. Martina Gräfin von Bassewitz haben den Nachmittag eröffnet. Mit Vincent Immanuel Herr, Thomas Oberender, Bettina Jahnke, Lisa Jobs, Anne Haug, Melanie Schmidli diskutieren wir darüber, was die Quote dem Theater bringt.

Unsere mit dem Publikum erarbeiteten Vorschläge für mehr Familienfreundlichkeit, Gagengerechtigkeit, mehr Teilhabe und zeitgemäße Rollenvorbilder auf und hinter der Bühne werden wir in Kürze veröffentlichen!


WACHGERÜTTELT - DURCHGESCHÜTTELT

 

France-Elena Damian von PQB spricht im Deutschlandfunk am 20.12.2018 mit Elena Philipp und Susanne Burkhardt über Gleichstellung und darüber, ob Theatermacher mit rechten Ideologen reden sollen.

 

https://www.deutschlandfunkkultur.de/folge-10-wachgeruettelt-durchgeschuettelt.3488.de.html?dram:article_id=436644


100 Jahre Frauenwahlrecht - 1 Jahr Pro Quote Bühne

Kommt zu unserer Veranstaltung am 15.12.2018 ab 13 Uhr und schaut euch um 19.30 Uhr noch die Veranstaltung in den Sophiensaelen an. Wir werfen einen kurzen Blick zurück auf 100 Jahre politischen und gesellschaftlichen Wandel und diskutieren mit Persönlichkeiten aus Politik und Kultur unter dem Motto: Was bringt die Quote dem Theater?

Lasst uns gemeinsam Vorschläge für die Zukunft erarbeiten! Für mehr Familienfreundlichkeit, Gagengerechtigkeit, mehr Teilhabe und zeitgemäße Rollenvorbilder auf und hinter der Bühne!

 

Der Eintritt ist frei, wir bitten um eine Anmeldung bis zum 12. Dezember an kontakt@proquote-buehne.de

 

 


GENDER GAPS


Erste politische Erfolge

 

PARLIS - Geschlechtergerechtigkeit auf den Bühnen der Stadt Frankfurt am Main

 

Die Politik in Frankfurt hat in Zusammenarbeit mit Pro Quote Bühne und auf Grundlage unseres Manifests eine Anfrage erarbeitet, und an die Stadt Frankfurt am Main gerichtet:

https://www.stvv.frankfurt.de/PARLISLINK/DDW?W=DOK_NAME=%27A_337_2018%27

 


  THEATERTREFFEN 2018  *  4.-21. Mai 2018

 

* Wir sind dabei! *

 

 

#theatertreffen

#tt_stückemarkt

#tt_internationalesforum

#tt_shiftingperspectives

#tt_blog

 

 



AUFRUF AN DIE THEATER:

Jetzt werden die Spielpläne gemacht, jetzt könnt Ihr die paritätische Besetzung der Regiepositionen verwirklichen!  Für die tatsächliche Gleichberechtigung an unseren Theatern, rufen wir alle subventionierten Theater Deutschlands um Unterstützung und zur Kommunikation über den IST-Zustand – der Geschlechterverteilung auf künstlerischen Positionen und deren Bezahlung – auf.
Kontaktiert uns! Kommt mit uns ins Gespräch!

kontakt@proquote-buehne.de


 

AUFRUF AN DIE REGISSEURINNEN:

Liebe Regisseur*innen,
wie bieten auf unserer Website eine Plattform, bei der Ihr mit Namen und Link (zu Eurer Website, falls vorhanden) sichtbar werdet! Die Spielpläne werden jetzt gemacht.
Schreibt uns! Lasst uns zeigen, dass wir wollen und dass wir viele sind!
kontakt@proquote-buehne.de

 


Pro Quote Bühne e.V.

Husemannstraße 33

10435 Berlin

 

kontakt@proquote-buehne.de

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